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Geschichte von Zadel und der Sankt-Andreas-Kirche

Jüngere Steinzeit 5.000 - 2.500: Besiedlung des Elbtales durch Dunabier und Böhmen, belegt durch Funde von Steinbeilen, Töpfen und Keramik.

Eisenzeit nach 800: Vordringen der germanischen Stämme von Norden.

0-200: Römische Kaiserzeit.

400-600: Völkerwanderung. Die Germanen verlassen Sachsen, dieses ist schwach besiedelt. In der Folgezeit wird es von den Slawen bis zur Saale besiedelt und in zwei Gaue aufgeteilt: Dalemizien und Nisan.

Bis 1000: Sorbischer Rundling in Zadel.

929: Heinrich I. zieht bis zur Elbe, gründet die Burg in Meißen und weitere Burgwallanlagen in Zadel und Zehren. Die Befestigungen sind im Besitz des Deutschen Kaisers, die slawischen Untertanen leisten den deutschen Rittern Abgaben und Frondienste. In der Burganlage Zadel wird sich eine kleine Kapelle befinden.

1074: Erste geschichtliche Erwähnung des burgwardum Zadili anläßlich der Schenkung eines Dorfes an das Bistum Meißen castrum Zadili.

1079: Die Markgräfin Sophie verschenkt 9 Hufen land in Zadel an das Kloster Altzella, darunter die 5 Hufen Land der Kirche.

1162: Erste Erwähnung von Weinbau und einer, dem heiligen Andreas geweihten, Kirche. Mittels dieser Erwähnung des Weinbaus in Zadel ist heute anzunehmen, dass sich solcher von Zadel aus im sächsischen Elbland verbreitete, das Dorf Zadel somit den Ursprung darstellt.

1195: Der Rest des Dorfes Zadel wird dem Kloster Altzella durch die Geschwister de Zadele geschenkt.

1216: Zadel erhält gegen Zahlung von 76 Mark Silber die Eigenständigkeit von Zscheila. Ehemals erfolgte die Seelsorge von Zscheila aus, heute ist die Trinitatis-Kirchgemeinde wieder unsere Schwesterngemeinde.

1207-1229: Bau der neuen Kirche Zadel unter Bischof Konrad.

1273: Es wurde eine Glocke gegossen mit gotischer Minuskelschrift: "Hilf Gott, Maria, süße Jungfrau, berate uns". Diese Glocke ist dann 1672 leider umgegossen worden.

1429: Hussiten verbrennen Gosa und den Klosterhof, verschonen aber die Kirche.

1539: Reformation in Kursachsen.

15.2.1540: Auflösung und Enteignung des Klosters Altzella. Aller Grundbesitz verbleibt beim Landesherren.

25.2.1554: Hans von Miltitz kauft das Rittergut Zadel für 10.550 Gulden.

6.9.1615: Johann Georg I. kauft Zadel für 26.000 Gulden zurück.

11.3.1637: Schweden verbrennen das Dorf aber wieder, wie bereits die Hussiten, nicht die Kirche.

1655/56: Jonas Kirchbach, Gutsverwalter in Zadel, renoviert die Kirche, schenkt eine Orgel und errichtet das Orgelstift für rund 30.000 Mark.

1734/39: Reparatur des Kirchturmes.

1841/42: Abriss der alten und Neubau der Kirche.

14.11.1892: Weihe der neuausgemalten Kirche.

1917: 2 kleine Glocken und Zinnpfeifen der Orgel wurden für die Kriegswirtschaft abgeliefert. Ersatzpfeifen wurden 1926 aus Zinkblech angefertigt und sind bis heute nicht ausgewechselt worden.

1942: 2 kleine Glocken werden wiederum für den Krieg abgeliefert, konnten hernach jedoch unversehrt gefunden werden.

1946: Wiederherrichtung der Kirche nach Beschuss im Krieg.

1964: Unter Pfarrer Neumann wird der Kanzelaltar abgerissen und ein Jahr später für 6.300,00 Mark der jetzige errichtet.

1981/82: Erneuerung des Kirchturmes, Eindecken mit Kupfer, neue Dachentwässerung, Putzarbeiten am Kirchenschiff sowie Außenanstrich.

1995: Ein elektrischer Aufzug der Turmuhr wird eingebaut. Restaurator Trentzsch aus Dresden nimmt eine Probeachse. Putzabhacken im Sockelbereich durch ABM der Gemeinde Diera.

1996: Sockelsanierputz durch die Firma Seidel aus Diera und unter viel Eigenleistung der Kirchgemeinde.

bis 1998: Malerarbeiten durch die Firma Hugk, Dresden. Sanierung der Glockenläutanlage durch die Firma Ferner aus Niederau. Anfertigung der beiden Kronleuchter mit Weinrebenmotiven duch einen regionalen Schmiedemeister.

Andreas-Kirche Zadel
Andreas-Kirche Zadel
Kirchenbau

Ortshistorie

Zadeler Götze Altes Altarbild
Erhaltenes Altarbild

Jörg Düring, Am Sand 10, 01665 Nieschütz (C) 2007